Die Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose bearbeiten in einem Münchener Keller die Kopien von ihrem sechsten Flugblatt. Sie haben davon mehr vervielfältigt, als sie über die Post verteilen können. Hans, Sophies Bruder, schlägt deshalb vor, die Extrablätter am nächsten Tag in der Universität zu verteilen. Da Willi Graf dies für zu gefährlich hält, kündigt Hans an, dass er die volle Verantwortung übernehmen wird und auch Sophie erklärt Ihre Unterstützung bei der Ausführung mit der Begründung, dass eine Frau wohl weniger Aufmerksamkeit des Sicherheitspersonals auf sich ziehen wird.

Am nächsten Tag gehen Sophie und Hans während der Vorlesungen in das Hauptgebäude der Universität und legen die Flugblätter in der Nähe der jeweiligen Hörsaaltüren aus. Im dritten Stockwerk legen sie die restlichen Flugblätter auf die Balustrade. Sophie schiebt sie schließlich über den Rand, sodass die Flugblätter in das Atrium fallen. In diesem Moment öffnen sich die Türen der Hörsäle und die Studierenden strömen heraus. Sophie und Hans wähnen sich in der Menschenmasse sicher, wurden jedoch während ihrer Aktion vom Hausmeister beobachtet. Dieser hält sie auf, bis die Polizei eintrifft und sie festnimmt.

Die Geschwister werden ins Münchener Wittelsbacher Palais (Gestapo-Gefängnis) gebracht, wo Sophie durch den Gestapo-Ermittler Robert Mohr verhört wird. Anfangs behauptet sie, dass sie ein unpolitischer Mensch sei und sie und ihr Bruder nichts mit den Flugblättern zu tun hätten. Sie habe sie lediglich in der Halle bemerkt und sie über die Balustrade geworfen, weil es in ihrer Natur liege, Streiche zu spielen. Den leeren Koffer erklärt sie dem Beamten so, dass sie zu ihren Eltern nach Ulm fahren und saubere Wäsche mitnehmen wollte. Ihre Darstellungen scheinen einleuchtend, weshalb sie wieder entlassen werden soll.